In der Konzeptionsphase müssen Innovationschancen bis ins kleinste Detail durchdacht und ausgearbeitet werden, denn je neuartiger eine Idee ist, desto eher übersieht man wichtige Dinge.

Für jene Innovationschancen, die nach der Ideengewinnung weiter verfolgt werden sollen, beginnt nun die Arbeit an den Details, die Konzeption, bzw. die Umsetzung. Am Besten ebenfalls unter Einbindung externer Partner.

Bei schrittweisen Verbesserungen kann in der Regel auf Bestehendes aufgebaut werden. Oft werden vergangene Konzepte einfach überarbeitet und um das eine oder andere neue Element erweitert. Echte, sprunghafte Innovationen sind so neu, dass man vom Grunde auf mit der Konzeption beginnen muss. Sie beinhalten Elemente, mit denen zum Teil wenig Erfahrung besteht, sodass das Risiko von falschen Hypothesen und Einschätzungen groß ist.

Die Konzeption von sprunghaften Innovationen ist auch davon gekennzeichnet, dass neue Erkenntnisse im Laufe des Prozesses entstehen und berücksichtigt werden müssen. Die Innovation ist zu wichtig und das Risiko von Innovationen zu groß, dass neue Erkenntnisse missachtet werden, weil anders lautende Entscheidungen bereits getroffen wurden. Nicht selten muss man zurück an den Start, denn am Ende muss die Innovation nach bestem Wissen und Gewissen in den Markt gehen. Es ist ein agiler, iterativer Prozess nötig, in dem immer wieder wichtige Inhalte erarbeitet, gegebenenfalls Prototypen erstellt und schnelles Feedback unterschiedlicher Stakeholder eingeholt wird. Die Abfolge der Schritte ist nicht vorgegeben, sondern ergibt sich aufgrund des Fortschritts und der Erkenntnisse. Die Anforderungen an den Innovationsmanager sind somit sehr hoch.

Am Ende sind natürlich die nötigen Ergebnisse abzuliefern, auch wenn der Prozess davor bei sprunghaften Innovationen viel mehr Freiräume braucht, als bei schrittweisen Verbesserungen. Der Unterschied ist nur, dass bei schrittweisen Verbesserungen ein Business Case oder Businessplan bereits sehr früh verfasst werden kann, bei sprunghaften Innovationen gibt es zu Beginn jedoch noch zu wenig Informationen, sodass Businesspläne gegen Ende der Konzeption verfasst werden, wenn es eine bessere bzw. die bestmögliche Informationsbasis gibt. Davor liegt der Schwerpunkt auf einer Vision zur Innovationschance, auf dem Kundennutzen und dem Geschäftsmodell.

In der Innovationskonzeption ist der Zugang zu einem externen Netzwerk an Experten und Mitwirkenden sehr wichtig, um deren Wissen und Erfahrung zu erschließen. Innovative Unternehmen sind hochvernetzt. Innovationsschwache Unternehmen meist abgekapselt. Alexander Neumayer bringt sein Knowhow, seine Erfahrungen und seine Managementfähigkeiten in Innovationsprozesse ein, sowohl inhaltlich, als auch bei der Gestaltung und Organisation des Innovationsprozesses.